Übersicht der Maramures-Dokumentarfilme von Björn Reinhardt.

Alle Filme werden mit einem DVD-Menü und vielen Extras präsentiert (Trailer weiterer Maramures-Filme) .
Die hier aufgeführten Filme können Sie unter Angabe des Filmtitels als DVD
kaufen.

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10
Maramures-Filme ihrer Wahl auf 10 DVD´s für 125,- EUR zzgl. Versandkosten
3 Filme der "Ruthenischen Trilogie": "Obcina", "Kinderberg" & "Die dritte Violine"" für 45,- EUR zzgl. Versandkosten
5 Maramures-Filme ihrer Wahl auf 5 DVD´s für 65,- EUR zzgl. Versandkosten

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"GALIZIEN. Land der gefallenen Engel"
neuer Film von 2017


Seitdem Joseph Roth Lemberg poetisch als eine Stadt der verwischten Grenzen zu beschreiben und wohl auch zu erklären versucht hat, wird sie diese zielsichere Umschreibung ihres unscharfen Charakters nicht mehr los. Und jetzt noch eine Art Film mit dem Titel: "Galizien. Land der gefallenen Engel". Doch die Vergangenheit lässt sich nicht einfach so abschütteln, besonders dann nicht, wenn sie, wie in Galizien, hinter jeder Ecke lauern kann.
Dieser Film ist eine unvoreingenommene Spurensuche ohne eingetretene Hintertüren und heruntergerissene Fassaden zu hinterlassen. Wie in einem Kaleidoskop drehen und spiegeln sich in diesem Film die unterschiedlichen Szenen und ergeben immer wieder überraschende Perspektiven und neue Blickwinkel. Dabei wird nicht nur weitestgehend auf eine klassische Handlung verzichtet, sondern - von Ausnahmen abgesehen - auch auf die üblichen Interviewszenen. So, wie uns nur Musik im tiefsten Innern berühren kann, schafft es der Film, uns wie in einem Sog aus der Wirklichkeit zu entführen. In diesem Film ist der Versuch unternommen worden, beides miteinander zu verbinden, mit unscharfen Grenzen, versteht sich...

EUR 15,-
DVD
Filmlänge: 42 min
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"Brotzeit"
Wenn ein Dorf im Klärschlamm untergeht, tauchen letzte Originale auf

12.Internationales Bergfilm Festival Tegernsee 2014, Germany
Internationales Dokumentarfilmfestival "Astra" Sibiu 2014, Rumänien

Der Film "Brotzeit" zeigt einfühlsame Momentaufnahmen des einst sagenumwobenen Bergvolkes der Motzen. Am Beispiel des tragisch wie sinnbildhaft untergegangenen Dorfes Geamana bezeugen die Bewohner ihre Ohnmacht bei einem von Beginn verlorenen Kampf.
Das Motzenland (rumänisch Tara Motilor) ist eine kultur- und ethnogeographische Region im Apuseni-Gebirge Siebenbürgens. Die Region ist nach ihren Bewohnern, den Motzen (rumänisch moti) benannt. Die ethnologische Zuordnung dieser Motzen ist nicht sicher. In Rumänien werden sie gerne als direkte Nachfahren der dakischen Urbevölkerung angesehen. Die glorreiche Geschichte von Bauernaufständen und Partisanenkämpfen liegt lange zurück. Selbst wenn sich
an der umstrittenen Goldmine in Rosia Montana neuer Kampfgeist zusammenbraut, wird die noch zu gewinnende “letzte Schlacht der Neuzeit” für die Rettung der wenigen auf zurückgezogenen Berghöfen lebenden Motzen keine Bedeutung spielen. Der Film zeichnet ein fast schon resümierendes Bild einer hoffnungslos gewordenden und schon zu Lebzeiten zu Grabe getragenen Generation. Bevor die letzten Originale verschwunden sein werden, können sie in diesem Film noch einmal bewundert werden.

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 66 min

Filmtrailer
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"Besser wird´s nicht"
Das Leben außergewöhnlicher Bergbewohner im Hamsterrad ihres harten Alltags

Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. (Georg Christoph Lichtenberg)

Um Mut zu Veränderungen aufzubringen, muss man mit der Gegenwart unzufrieden sein. Zwar verbindet alle Protagonisten des Films ihr selten so entbehrungsreiches Leben, doch das allein konnte leider Gottes nicht ausreichen, ihnen die nötige Kraft zur sie erlösenden Veränderung zu geben.
Und weil das Schicksal bereits für sie gesprochen und klare Tatsachen geschaffen hat, wird sich im Leben dieser Menschen mit an Sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit so gut wie nichts mehr verbessern oder verändern. Ihre täglich neue Herausorderung heißt, sich demutsvoll dem Großen und Ganzen zu unterwerfen.
Beginnend in der Maramures, schlängelt sich der Film hinauf in die isolierte Bergwelt des fast wieder archaisch anmutenden Motzenlands (Tara Motilor). Von dort geht die Reise weiter auf die kargen Hochalmen der Bucovina im Nordosten Rumäniens bis tief hinein ins so genannte "Defileul Lapusului", einer fast wie von Gott vergessenen Bergregion am Rande der Maramures. So unterschiedlich die Landschaften und Lebensformen auch sein mögen, grundsätzlich geht es besonders de älteren Menschen sehr ähnlich.
Ein Dokumentarfilm kann seine Protagonisten nicht aus dem Hamsterrad befreien. Doch in diesem Film geschieht etwas Erstaunliches: Mit einfühlsamer Ausdrucksstärke und poetischer Kraft wird das bittere Sein dieser geradezu hoffnungslosen Menschenauf ein erträgliches Maß und eine fast schon Hoffnung spendende, menschliche Dimension gehoben.

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 75 min

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"Zeit ohne Ziel"
Eigentümliches Völkergemisch in der Dobrudscha

Nirgendwo sonst in Europa leben so viele ethnische Minderheiten auf überschaubarem Raum, wie in der Dobrudscha.Lipowaner, Meglenen, Türken, Bulgaren, Roma, Griechen, Armenier und viele weitere Völker haben sich Inmitten der inzwischen mehrheitlich ansässigen Rumänen in den letzten Jahrhunderten eingefunden. Sie waren - wie die russischen Lipowaner - in ihrem Herkunftsland religiöser Verfolgung ausgesetzt, oder sind infolge von Auflösungserscheinungen des Osmanischen Reichs “hängengeblieben”. Jede ethnische Minderheit hat ihre ganz eigene und nur allzu oft tragische Geschichte. In diesem Film geht es allerdings nicht vordergründig um eine “Oral History” der Dobrudscha. Dem Betrachter tritt Dank einer filmisch gekonnt konstruierten Auswahl unverwechselbarer Charaktere eine seit Jahrhunderten von Europa vergessene und isolierte Welt entgegen. So, wie die für den Film gewählte Nicht-Jahreszeit einen scheinbar nicht enden wollenden Übergang zwischen Winter und Frühling markiert, genauso halten sich die traurig-schönen Bildergeschichten von Menschen und Landschaften in einem Schwebezustand.
Es ist ein Leben wie in einer Zeit ohne Ziel
.

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 65 min

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"Obcina"
1. Teil der erfolgreichen "Ruthenischen Trilogie"
Die wohl spektakulärste Bergsiedlung der Maramures

"SPECIAL JURY PRIZE "Astra-Filmfestival Sibiu" Sibiu/Rumänien, 2007
"LIDF- London International Documentar Film Festival" London/England, 2008
"GRAND PRIX" & "AWARD POLISH FEDERATION OF FILM CLUBS" Lublin/Polen, 2008
"Days of Ethnographic Film" Ljubljana/Slowenien 2008
"Beeld voor Beeld" Amsterdam/Holland 2008
"LESSINIA SILVER" Filmfestival della Lessinia, Bosco Chiesanouva/Italien, 2008
"20.Internationales Bergfilmfestival Graz" Österreich 2008
"PRIX NATIONAL GEOGRAFIC" 25.Festival International du Film de Montagne d'Autrans, Frankreich 2008
"XVII International Festival of Ethnological Film Belgrad", Serbien 2008
Dokumentarfilmfestival Bogota, Kolumbien 2009
"GROSSER PREIS" Internationales Bergfilm Festival Tegernsee 2009
Cervino CineMountain Festival 2010
"PRIX VIE DE MONTAGNE 2010"

Obcina ist eine versteckt gelegene Bergsiedlung. Im Sommer leben und arbeiten dort dutzende Ruthenen. Vor dem Winter verlassen alle das extremer Witterung ausgesetzte Bergdorf. Nur die Familie des Böttchers Stefan Cut harrt, wie seit Jahren, auf dem Berg aus. Sie versuchen dann, sich und ihre Tiere gegen einfallende Wölfe zu verteidigen, um mit den wenigen, selbst erarbeiteten Lebensmitteln durchzukommen. Das war ihnen bisher auch immer geglückt, doch bedroht nun ein folgenschweres Unglück ihre Existenz. Stefan hatte sich vom Dorf aufsteigend die Finger einer Hand erfroren. Nun hat er große Angst, sich der schmerzvollen Amputation zu unterziehen. Aber die Familie braucht zum Überleben seine wichtige Arbeitskraft. Die harten Fakten überzeugen ihn letztendlich, den notwendigen Schritt zu wagen. So fiebert der Zuschauer mit Stefan für das Gelingen dieses chirurgischen Eingriffs und sieht mit Freude, dass er wieder auf dem Berg arbeiten kann. Trotzdem will die Familie winters den Berg verlassen. Aber es schenkt ihnen, wie in jedem Jahr, niemand Glauben. In das ergreifende Geschehen mischen sich, filmisch reizvoll in Szene gesetzt, weitere interessante Bergbewohner. Da gibt es den “Teufelsgeiger”Ivan, den “Philosophen” Vasile und viele kinderreiche Familien. Sie sorgen für sommerliche Turbulenzen auf dem Berg. Doch werden die Cuts nun als letzte Familie den Berg im Winter verlassen?

Lesen Sie dazu Ausschnitte aus einer Filmkritik von Ron Philippe

DVD
Filmlänge: 80 min

English version available

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"Kinderberg"
2. Teil der erfolgreichen "Ruthenischen Trilogie"
Erschütternd schöne Kindheit in Obcina


"International Ethnographic Filmfestival", Göttingen 2010
"58th TrentoFilmfestival" , Italien 2010
SPECIAL PRIZE founded by the Museum of Uses and costumes of Trentino people
NAFA Nordic Anthropological Film Association FilmFestival 2010
BergBuchBrig Multimedia Festival Schweiz
"Internationales Bergfilm Festival Tegernsee", Deutschland 2010
Prize of Special Cultural Value International Mountain Film Festival in Bansko, Bulgaria, 2010
Kathmandu International Mountain Film Festival, Nepal 2010

ungewöhnliche Resonanz: an nur einem Tag 100.000 Clicks des Trailers auf Facebook

Der “Kinderberg” ist der zweite Teil der Ruthenen-Trilogie.
Falls in Obcina über Reichtum gesprochen wird, dann werden die Bewohner eher die Vielzahl ihrer eigenen Kinder meinen. Sie geben dem malerischen Bergdorf einen ganz eigenen Klang und verstehen es, uns mit ihrer frischen Kindlichkeit zu verzaubern. Der Film folgt dem überwiegend fröhlichen und noch von wenigen Problemen belasteten sommerlichen Alltag einer bunten Kinderschar. Dabei erstaunt die unergründliche und stille Intensität Nicolae´s ebenso, wie uns der Fleiß und die Schönheit Irina´s begeistert. Alle Kinder strahlen etwas ganz besonderes aus, so dass man unaufhaltsam und wie in einem Traum von ihnen in ihr quirliges Leben auf dem Berg hineingezogen wird. Die teilweise unerklärliche Abwesenheit der Eltern meistern die Kinder mit bewundernswertem Einsatz. So sammeln und kochen sie sich selbst ihr Essen, hüten Kühe und Schafe und verstehen es, sich fantasievoll zu beschäftigen. Der kunstvolle Einsatz von schwarz-weißem Filmmaterial und die eine allgemeine Leichtigkeit der Kinder kontrastierenden Texte aus dem Neuen Testament steigern den Film zu einem unvergesslich intensiv und menschlich tief berührenden Erlebnis.

"The sensitive, lovingly shot portrayal affords a timeless insight into a small and completely random community of children in a remote village in the Rumanian mountains, providing a universal metaphor for childhood with effective and gentle religious undertones.
"The Jury-Verdict from the "58th TrentoFilmfestival"

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 60 min

English version available

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"Die dritte Violine"
3. Teil der erfolgreichen "Ruthenischen Trilogie"
Film über unerfüllt gebliebene Träume talentierter Menschen


"Grazzia Deledda" - Großer Preis für den Besten Film
XV Sardinia International Ethnographic Film Festival, Nuoro 2010
EURORAMA. One Europe of Peoples in Ethnographic Film Festivals - Trento, Italien 2011
"Astra" International Festival of Documentary Film in Sibiu/Romania
International Mountainfilm Festival Tegernsee, Germany 2011
EthnoFilmfest München, Germany 2011

Der ruthenische Bergbauer Ivan besitzt viele Talente. Zum Einem spielt er mehrere Musikinstrumente, wenn auch die größte Leidenschaft ohne Zweifel seinen Violinen gehört. Zum Anderem versteht er es, buchstäblich aus dem Nichts heraus, Maultrommeln zu bauen. Doch sein Hervorstechendstes Talent wird selbst ihm noch gar nicht aufgefallen sein: Er ist witzig und sehr unterhaltend – geradezu eine filmische Entdeckung!
So beginnt der Film buchstäblich hautnah mit Ivan, der selten komisch in seinem versteckten Bergdorf Obcina brilliert. Nach den zwei erfolgreichen Filmen der ruthenischen Trilogie wollen die Fäden weitergesponnen und “zu Ende” erzählt werden. So sehen wir nun besorgt, dass die 15jährige Irina in “wilder Ehe” mit ihrem “Prinzen” Gheorghe zusammen lebt. Mit dieser mutigen Entscheidung steht für Irina mehr als für ihn auf dem Spiel. Neue und sich tief einprägende Ruthenen betreten die “Spielfläche”:
Mihai, der sich mit seiner Behinderung einen geachteten Platz unter den Dorfkindern erkämpft. Doch was wir dann sehen, grenzt geradezu an ein Wunder: Ivan entdeckt ein neues Talent! Und diesmal findet er es nicht in sich, sondern im 10jährigen Adi.
Am Ende laufen die Fäden zusammen und wir erfahren überrascht, was es mit der “Dritten Violine” auf sich hat. So viel sei hier schon verraten: Trotz bitter geweinter Tränen über sinnloses Sterben, Obcina wird weiterleben und auch der 10jährige Adi wieder lachen!


EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 90 min

English version available

"For the visually rich portrait of a remote Romanian mountain village, the result of a long term personal relationship based upon mutual respect and affection and technically achieved by a single person; the absence of unnecessary music and commentary allows an intensity of experience that is all too rare today."
The Jury of "Sardinia International Ethnographic Film Festival"

Filmtrailer
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"Polyphonia"
Albaniens vergessene Stimmen

"Off Europa: Lajme nga Shqipëria - Nachrichten aus Albanien" Festival für
zeitgenössische darstellende Kunst, Dresden und Leipzig
"Norient Musikfilmfestival" 2012, Bern/Schweiz
"World Film Festival" Festival of Visual Culture 2012,Tartu/Estonia
"GIEFF Göttingen International Ethnographic Film Festival" 2012, Deutschland
Bester Film in der Kategorie "Lebensraum Berg"
auf dem "10. Internationalen Bergfilmfestival Tegernsee", 2012
Tirana International Film Festival 2013
EthnoFilmfest München, Germany 2014

Begründung der Jury:
"Über das eindrucksvolle Portrait seiner Hauptfiguren hinaus macht der Film die Zusammenhänge zwischen Landschaft, Charakter und menschlicher Kommunikation deutlich. "Polyphonia" meint dabei nicht nur den Zusammenklang eigenständiger Stimmen, sondern auch das Miteinander unterschiedlicher Lebenseinstellungen und Religionen. So wird Björn Reinhardts Darstellung einer vom Untergang bedrohten Welt zum Gegenentwurf einer auf Mobilität bedachten Gesellschaft, in der es dem Menschen zunehmend schwerfällt, sich selbst zu verorten."

Zwei albanische Berghirten, der Muslim Arif und der orthodoxe Anastas, sind seit Jahren über religiöse Schranken hinweg befreundet. Ihre tiefe Freundschaft erhält durch die Polyphonie, einer uralten lokalen Musiktradition, immer wieder neue Impulse. Seit 2005 gehört diese Gesangsform zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Film findet unvergessliche Bilder für die strenge Poesie, die harten Schicksale und die fast magische Kraft der menschlichen Stimme, die den Bergbewohnern hilft, den surrealen Alltag in einer widersprüchlichen Phase des postsozialistischen Umbruchs zu meistern. Gleichzeitig zeigt der Film beispielhaft wie Musik – auch auf dem Balkan – Brücken zwischen Menschen und Religionen schlagen kann.


EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 90 min

English version available

Das Buch zum Film
"Versteckte Stimmen" von Eckehard Pistrick,
edition decus, ISBN 978-3-938819-02-9
www.versteckte-stimmen.de

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"Im Schatten der Türme"
Erlebnissreiche Winterreise nach Svanetien (Georgien)
zu den imposantesten Wehrtürmen Europas auf über 2300 Metern Höhe

11. Internationales Bergfilm Festival Tegernsee 2013, Germany

Ushguli liegt im oberen Svanetien und ist mit seinen fast 2500 Metern das am höchsten gelegene Bergdorf Europas.Seine eigenwilligen Bewohner sind mit ihren aus dem 8. Jahrhundert stammenden Wehrtürmen berühmt geworden.
Das in einer grandiosen Hochgebirgslandschaft wie für die Ewigkeit erbaute Steindorf war für den Fotografen Axel Heller Grund genug, eine fotografisch viel versprechende Winterreise zu unternehmen. Vorerst aber hieß es, im sibirisch kalten Rumänien das alte Bukarest zu suchen. Was beim letzten Hutmacher in der zu Eis erstarrten Stadt noch als Spurensuche beginnt, führt in Istanbul zur Gilde stolzer Lastenträger, einem proletarischen Opernsänger und “Pavarotti Istanbuls” und weiter in die morsche Altstadt Tiblisi´s zu einem deutschkundigen Juden.
Die parallel montierte filmische und fotografische Beobachtung schafft es, reizvolle Einblicke in das Innenleben dieser Städte freizulegen. Ein Höhepunkt aber ist das Bergdorf Ushguli.So, wie Axel Heller mit der Schwarz-Weiß-Fotografie magische Momente sucht und findet, werden die episodisch angelegten Filmsequenzen zu weit mehr als zufälligen Momentaufnahmen. Die Dramaturgie des Films steigert sich mit jedem zurückgelegten Meter und erreicht in Ushguli, dem im Winter zeitweise vom Rest der Welt abgeschnittenen Bergdorf poetische Bildstärke und visuelle Ausdruckskraft.


EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 85 min

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"KALAMI"
Aufruhr der Gedanken auf der wilden Seite Kretas

Festival " Cinema and Reality" at the French Institute Athen, 2010

“Kreta ist etwas anderes ... Kreta ist eine Wiege, ein Instrument, ein vibrierendes Reagenzglas, in welchem ein vulkanisches Experiment durchgeführt wurde. Kreta vermag den Geist zum Schweigen zu bringen, den Aufruhr der Gedanken zu stillen.”
(Henry Miller, Der Koloss von Maroussi)

Kalami, ist ein viele Jahrhunderte altes Bergdorf auf Kreta. Nur eine Handvoll Menschen sind geblieben. Sie sitzen tagsüber im Cafe von Irini und warten. In diese eigene Welt platzt Giorgos, ein proletarischer Held, Poet, ja Anarchist. Giorgos ist das tobende Meer, das ungestüme Leben und verkörpert in sich, was Kreta immer schon unabhängig und kämpferisch gemacht hat. Seine Bühne ist dieses Cafe, wo jeder seine Rolle hat. Dort versammeln sich Mihailis, der nichts mehr kommentiert, aber überraschend schön singen kann, die Wirtin Irini, abgeklärt und lebenssatt, Polichronis, der kichernde und zum Kind gewordene gute, alte Opa, Lefteris, der Dorfsprecher, den seine Armut geistig reich gemacht hat, und Vassilis, der merkwürdiger Pfarrer, der täglich mit dem Teufel kämpft. Stilvoll umrahmt von ihren häkelnden Frauen, geschieht das tägliche Wunder: Mit Giorgos kommt mehr als nur Abwechslung in ihr Leben - Es kommt Kreta und ... die Hoffnung.


EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 60 min

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"Mehr oder Weniger"
Geradezu unglaublich: Leben und Sterben unter freiem Himmel

"Braking the Barriers", NAFA Fillmfestival in Island, 2008
"Beeld voor Beeld", Amsterdam 2008
"Crossroads of Europe" Lublin 2009

Nastaca und Grigore kennen sich nicht persönlich, doch sie verbindet ein selten schweres Schicksal. Bei Grigore ist alles winzig: Das Tal in dem er seit 30 Jahren einsam lebt, sein Haus und er selbst. Auch Nastaca lebt nach dem Tod ihres Bruders allein in ihrem schon vor Jahren zusammengebrochenem Haus.
Ihr gesamtes Hab und Gut ist inzwischen verfault, doch die Dorfbewohner behaupten, sie wäre steinreich. Allerdings findet sich ihr Besitz nur auf wertlosem Papieren oder in den Händen der Neffen. Sie selbst lebt schutzlos unter freiem Himmel ohne die geringste soziale Unterstützung. Verraten und von den Neffen als dumm verkauft fordert sie Gerechtigkeit, die ihr verwehrt bleibt. Einzige Zuflucht ist ihr Glaube an Gott, doch ihr Leben ist geradezu unmenschlich. Grigore hat etwas mehr Glück, denn es gibt noch Menschen in seiner Nähe, die ihm helfen wollen. Als Nastaca plötzlich einsam und unter freiem Himmel stirbt betreten die Neffen die Spielfläche. Sie zelebrieren unter neugieriger Anteilnahme der Dorfgemeinschaft eine traditionelle Beerdigung und versuchen, ihre unmenschliche Haltung zu Nastaca zu verklären. Es ist erschreckend und stimmt zutiefst traurig mit anzusehen, wie sich Menschen mitten in Europa mit dem absoluten Nichts durchschlagen müssen. Doch wie Grigore sein Schicksal mit Demut und großer Stille zu ertragen versteht, erstaunt und macht uns gleichermaßen betroffen.

Lesen Sie dazu Ausschnitte aus einer Filmkritik von Ron Philippe

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 105 min

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"Fröhliche Schwestern"
Fröhlichkeit trotz bitterer Zeiten

"Astra Film Festival 2009" Sibiu/Rumänien 2009
bisher über 120.000 Besucher des Trailers allein auf Facebook und YouTube

Kann eine uralte, bäuerliche Zivilisation unbemerkt verloren gehen? Eigentlich scheint es undenkbar und doch geschieht es! So, wie die Geschwister Maria und Ieana auf ergreifende Weise ihre Großfamilie verloren haben, verschwindet ohne viel Federlesen Tag für Tag in den Dörfern der Maramures ein bäuerliches Original nach dem anderen. Das Schicksal der Beiden steht bereits aussagekräftig für das Schicksal einer ganzen Generation. Und obwohl sich in ihren klugen Beobachtungen bereits der Untergang ihrer Welt reflektiert, wachsen sie im Film mit hinreißender Anziehungskraft über sich und ihre existentiellen Probleme hinaus. Wie es den Schwestern mit geradezu ansteckender Fröhlichkeit gelingt, dem Leben zu begegnen, ist hochgradig lehrreich und beweist, dass allein mit optimistischer Lebenseinstellung Schicksalsschläge gemeistert werden können. “Fröhliche Schwestern” ist ein aufrührender Film über den leisen Untergang einer Epoche.

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 90 min

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"Mama Buna"
Eine faszinierende Großmutter im ewigen Generationenstreit

Mama Buna lebt seit fast 80 Jahren ohne nennenswerte Aufenthalte anderenorts in ein und demselben Tal. Was Einige mit einer Gefangenschaft verwechseln würde, ist für sie etwas völlig normales. So, wie sie sich ein anderes Leben erst gar nicht vorstellen will, erweckt sie den Eindruck, dass ihr die 5 km Talstrecke ausreichend Erfahrungen von der Welt vermittelt konnten. Warum auch nicht, denn die sie umgebenen Probleme sind komplex genug, dass eh nicht alle Leben ausreichen würden, sie zu lösen. Ständig von ihren pubertierenden Enkelkindern umgeben, will einfach keine Ruhe in ihren Alltag kommen. Dabei macht sich Mama Buna, was übersetzt “Gute Großmutter” bedeutet, wortreich und ohne Blätter vor dem Mund zu nehmen,ihre ganz eigenen Gedanken. Doch muss sie mit wachsender Ohnmacht mit ansehen, dass mit den Jahren nicht nur der Respekt vor vor dem Alter verloren gegangen ist, sondern das nach den eigenen Kindern nun auch die Enkelkinder beginnen, völlig unbegreifliche Wege zu gehen. “Mama Buna” ist kein Film über den ewigen Generationskonflikt, sondern ein aufregender Film über eine faszinierende Frau!

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 90 min

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"Die Sammler"
Das berühmteste Kunstsammler-Ehepaar der Maramures

Maria und Nicolae Pipas sind weit über die Maramures hinaus bekannte, wahrhaft passionierte Kunstsammler. Die Exklusivität der Exponate ihrer unüberschaubaren Kollektion von Schätzen lebenslanger Sammelleidenschaft wird nur noch von den zahlreichen, sich in ihrem Refugium einfindenen, berühmten Persönlichkeiten übertroffen. Es gibt wohl keinen rumänischen Intellektuellen von Rang, der es verpasst hätte, das wunderbare Sammlerpaar zu besuchen. Auch König Mihai hat sich zu ihnen bemüht und ist, wie Herr Pipas hintergründig zu berichten weiß, angesichts der Sammlung leicht ins Grübeln geraten... Künstler, wie der weltberühmte Fotograf Henri Cartier Bresson, haben Familie Pipas in den 70iger Jahren besucht und Spuren hinterlassen. So erzählt der Film die erstaunlichsten Geschichten aus einer Vergangenheit, die nur Dank der beiden hinreißenden Sammler anschaulich in unsere Gegenwart zurückgerufen werden kann. Teilen sie mit filmisch faszinierenden Momenten das unvergessliche Erlebnis, sich anekdotenreich von beiden Sammlern durch die Kunst- & Kulturgeschichte Südosteuropas führen zu lassen!

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 60 min

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"Tal der Tränen"
Schuften bis der Deckel fällt

Das aus der Bibel gern zitierte “Tal der Tränen” kann nur durch die Maramures fließen!
Hof an Hof leben hier ungewöhnlich viele alte, kranke und schwache Menschen. Da sich fast alle weit entfernt von einem wohlverdienten Ruhestand befinden, müssen sie, genau wie ihre Vorfahren, weiter gnadenlos für ihr tägliches Überleben arbeiten. Der Film webt treffsicher einen sich durch die aufwühlenden Schicksale hindurch ziehenden Faden. Weil es an Existenziellem in der Maramures nicht zu mangeln scheint, wird man Dank einer glänzend getroffenen Auswahl intensiver Menschen in ästhetisch überzeugendem Umfeld wie magisch in diesen Film hineingezogen. Die so in ihrer Not wie vereint wirkenden Bauern sind lebhafte Beispiele dafür, dass im “Tal der Tränen” auch weiterhin nichts vom Himmel fallen wird. Leben wird mit Arbeit gleichgesetzt, und weil es keine Möglichkeit gibt, dem ewig scheinenden Kreislauf zu entkommen, haben sich mit den Jahrzehnten alle damit abgefunden.
So liegt das Erstaunen über ihr hartes und schicksalergebenes Leben ganz bei uns.


EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 60 min

Filmtrailer
Homepage zum Film

"Hinter Sieben Burgen"
Zeitloser Film über Siebenbürgen
"Grimme-Preis" Nominierung 1995

Eine Sonderedition innerhalb des Maramures-Filmarchivs stellt mein Film "Hinter Sieben Burgen" dar.
Diesen Film konnte ich gemeinsam mit Patrick Popow (Kamera) und Thomas Klein (Ton) 1995/96 in Siebenbürgen drehen. Der Film wurde im rumänischen Fernsehen und mehrfach auf Deutsche Welle TV ausgestrahlt (1997 Grimme-Preis Nominierung).
Johann Hopprich, der über 70ig jährige sächsische "Held" des Films, versuchte nach seiner unglücklichen Aussiedlung in die Bundesrepublik immer wieder in seine alte Heimat Siebenbürgen zurückzukehren. Das Johann Hopprich, in diesem Spannungsfeld lebend (und später daran zerbrechend), darüber hinaus stellvertretend für eine ganze siebenbürgisch-sächsische Generation aufrichtig und glaubhaft Rede und Antwort steht, ist in seiner Person ein Glücksfall. In diesem Film ist es mir anschaulich gelungen, den schmerzvollen Prozess der Auswanderung und dem damit einhergehendem Abgang einer über 700jährigen deutschen Kultur in Südosteuropa nachzuzeichnen.

EUR 18,-
nur auf DVD
Filmlänge: 60 min

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"Maramuzica"
Musikalität wohin man hört

Musik gehört in der Maramures genauso zum Leben wie die Luft zum Atmen. Es hat sich eine Kluft zwischen den “offiziell” gefeierten Meistern ihres Fachs und den sogenannten Dorfmusikern aufgetan.
Der Film zeigt neben den Profis auch und gerade die “stillen” und unbekannten Musiker. Das diese Musiker keine Noten lesen können, und ihre Instrumente sich in einem erbärmlichen Zustand befinden, versteht sich von selbst. Aber aus diesen vermeintlichen Nachteilen wächst eine unbeschreibliche Originalität und Unbestechlichkeit, die als typisch für die Lebensweise in der Maramures bezeichnet werden kann.

EUR 18,-
DVD/VHS
Filmlänge: 80 min

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"Süße Heimat Zipserei"
Die "letzten" Deutschen in Oberwischau/Viseu de Sus

Die Ansiedlung der Zipser, ebenso wie die der Juden, ist für die Gegend um Viseu de Sus (Oberwischau) prägend gewesen. Sechs, mittlerweile alt gewordene Bewohner der Zipserei sprechen faszinierend über vergangene, ihnen aber in frischer Erinnerung gebliebene Erlebnisse. Zu erleben sind Elisabeth Zeppelzauer, Ana Barna, Maria Rosnitschuk, Paul Iachmanovschi, Johann Dekker, Ana Baranj und andere. Das in diesen Lebensgeschichten oft Schmerzvolles zur Sprache kommt, ist eingedenk der wechselvollen Geschichte der Zipserei nur verständlich.
Es ist höchst spannend, mitanzuhören, wie es beispielsweise früher im Wassertal gewesen sein muss, als noch König Ferdinand zur Jagd erschien. Oder wie der sagenumwobene deutsche Soldatenfriedhof bei Mierasch ausgesehen haben mag, bevor er ein Opfer der Fluten wurde. Zu sehen sind auch einmalige Fotos aus dieser Zeit.
Es ist beeindruckend, anhand der zum Teil nun mehr als 90jährigen Zeitzeugen nachzuvollziehen, was es bedeuten muss, auch über Jahrzehnte allein in dieser nicht immer "Süßen Heimat Zipserei" gelebt zu haben.

EUR 18,-
DVD/VHS
Filmlänge: 60 min

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"Vor den Toren"
Vor die "Kulissen" der Maramures geschaut

Der Film “Vor den Toren” macht eines der wesentlichsten baulichen Errungenschaften der Maroscher zum Thema: Das Holztor. Das mit archaischen Ornamenten verzierte Tor markiert den Übergang des häuslichen, privaten Lebensbereichs in den dörflichen. Es gilt landesweit als ein geradezu monumentales Zeichen der Kunstfertigkeit seiner Bewohner. In den Holztoren manifestiert sich aufs Sichtbarste ein bäuerliches Selbstbewußtsein und eine in dieser Art seltene ästhetische Kraft zur Form. Der Film zeigt neben all den baulichen Meisterwerken auch und gerade die vor ihren Toren lebenden Menschen. Denn die kostspieligen Bauwerke sind nicht zum bloßen Selbstzweck errichtet worden. Wer den Film richtig betrachtet, wird erkennen, dass es wichtig ist, die Lebenshaltung des Vor-den-Toren-Lebens zu erhalten oder wenigstens noch zu dokumentieren.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 60 min

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"Der letzte Pelikan"
Megleno-Rumänen in Nordgriechenlands Bergwelt - Eine Reise zu den
Schattenwesen vergessener Ahnen

Als Meglenorumänen bezeichnet man eine in kaum noch sieben Dörfern Nordgriechenlands lebende Minderheit.
Sie verstehen sich als Walachen, deren Vorfahren vermutlich im 14. Jahrhundert aus der südlichen Walachei einwanderten. Der Film begibt sich auf eine abenteuerliche Spurensuche und wird in vielerlei Hinsicht fündig. Dank der starken Charaktere Anestis und Maria erhält die Geschichte einen geradezu unheimlich anmutenden Tiefgang. Nicht zu glauben, aber beide leben in einer seit Jahrzehnten als untergegangen eingestuften Welt, in einem derart absonderlichen Mikrokosmos, dass er für heutige Bewohner Europas unvorstellbar geworden ist. Dabei scheinen sie nur herzlich wenig mit dem zu tun zu haben, was im allgemeinen mit Griechenland und im speziellen mit zeitgemäßen Leben verbunden wird. Der Film lebt darüber hinaus von atmosphärisch berauschenden Landschaftsaufnahmen und einem geradezu antiken Gleichnis.
“Der letzte Pelikan” ist eine metaphorische wie poetische Reise in das verloren geglaubte Europa, hinüber zu unseren Ursprüngen und Wurzeln. Dramaturgischer Höhepunkt im Film ist die wahrhaft theatralische Begegnung zwischen Maria und Anestis, die sich Jahre nicht gesehen und doch wie Füreinander geschaffen sind.


EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 55 min

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"Verhext"
Unvorstellbare Familientragödie in der düsteren Szenerie
eines als überwunden geglaubten Mittelalters

EthnoFilmfest München, Germany 2012

Lucretia und ihre Mutter leiden unter den teuflischen Umtrieben einer bösen Nachbarin. Demnach hat diese von ihnen als Hexe bezeichnete Frau ihre Familie zerstört und ist im Begriff, die Weltherrschaft des Bösen an sich zu reißen.
Nun kämpfen Beide aus einem halb zerfallenen Holzhaus heraus für ihre und unsere Erlösung. Sie überbieten sich in ihrem Wahn mit absurden Verschwörungstheorien und Analysen nicht abbrechen wollender Hexereien. So fühlt man sich in diesem Film zurückversetzt in die düstere Szenerie eines als überwunden geglaubten Mittelalters.
Selbst wenn sich Vieles vom Vorgetragenen bei unvoreingenommener Betrachtung als Hirngespinste erweist, scheint es die böse Nachbarin tatsächlich auf Lucretia abgesehen zu haben.Sie hätte auch reichlich “gute Gründe” dazu, denn Lucretia ist eine außergewöhnliche Frau. Emanzipiert und klug, musikalisch begabt und für eine promovierte Theologin selten exaltiert, können ihr nicht nur die Männer des Dorfs kaum das Wasser reichen. So hat sie sich mit den Jahren viele Neider gemacht und im Dorf für ausreichend Spott und Unverständnis gesorgt. Um ihrem isolierten Leben zu entkommen, versucht sie über ihr Handy anderswo Freunde und Verbündete zu gewinnen. Sehr zum Ärger des Vaters lassen sich neugierig gewordene Männer bei ihr blicken. Doch entweder wurde ein ihr “von Gott gegebener” Geliebter während der rumänischen Revolution hinterrücks erschossen, oder ein ominöser Bukarester Offizier kämpft seit Jahren, ohne Nachricht zu geben, in den Bergen Afghanistans gegen al-qaida. Weniger wichtige Männer fallen plötzlich den Hexereien ihrer bösen Nachbarin zum Opfer. Auch Mutter und Vater schafften es bisher immer wieder, den unglaublichen Hexereien zu entkommen.
Der Film berührt durch sein sensibles Gespürs und betroffen machenden Respekt für die wirren und aufwühlenden Empfindungen Lucretias und ihrer bereits hoffnungslosen Eltern.


EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 90 min

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"Europäer"
Ein Maramures-Foto des berühmten Fotografen Henri Cartier-Bresson und
das Leben der von ihm Fotografierten 35 Jahre später

Der weltberühmte französische Fotograf Henri Cartier-Bresson besuchte im Frühjahr 1975 die Maramures. Am Rande eines Frühlingsfest in Hoteni trifft sich der unbeschwerte Blick eines hübschen wie unbekannten Mädchens mit dem des weit gereisten und anerkannten Fotografen. Das junge Mädchen auf der Fotografie steht von zwei Bauernjungen umrahmt und gleichsam Schutz suchend unter einem Regenschirm.
Diese Szene ist 35 Jahre später Anlass genug, dem Schicksal des Mädchen und ihren einstigen Beschützern filmisch nachzugehen. Nach einer detektivischen Spurensuche kommt es im Film zu einem Wiedersehen mit den Fotografierten. So stellt sich schnell heraus, dass in den alt gewordenen Gesichtern die scheinbar wie verloren gegangene Zeit Spuren hinterlassen hat. Während sich der Bauernjunge von einst kaum mehr an die Situation erinnern möchte oder kann, bewirkt beim Mädchen die direkte Konfrontation mit der Vergangenheit eher Traurigkeit und Verweigerung. Um so reger nimmt das dörfliche Umfeld mit gewohnt witzigen Kommentaren regen Anteil an der Suche nach der Vergangenheit. Der wie fotografisch in schwarz-weiß gehaltene Film zeichnet mit leichtem Stift eine ähnlich zufällige Momentaufnahme des Alltags der Maramures und seiner Bewohner, wie es damals Henri Cartier-Bresson mit dem Fotoapparat gelungen war.

EUR 18,-
DVD
Filmlänge: 45 min

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"Mocanita"
Zwei Filme über Europas letzte Schmalspur-Waldbahn ("Wassertal-Kollektion")

Mocanita” ist wohl d e r Winterfilm (siehe auch "Das letzte Eisenbahnparadies", d e m Sommerfilm) über die Schmalspurbahn von Viseu de Sus! Eindrucksvoll beleuchtet der Film den harten Alltag der Waldarbeiter im hier noch gewohnt strengen Winter. Hautnah kann man miterleben, wie es den “Helden der Arbeit” immer noch gelingt, nicht die Lust an dieser Schufterei zu verlieren. Da auf der Strecke ständig die unglaublichsten Dinge geschehen, ist das Tempo des Films wie eine Fahrt mit der “Mocanita” - einfach athemlos.

Der auf dieser DVD zusätzlich zu erlebende Film “HAPPY NEW YEAR im Wassertal” ist eine faszinierende Dokumentation des ganz sicher absoluten Wassertal-Highlights: Eine aufregende Nachtfahrt mit der “Mocanita” und einer sich daran anschließenden Silvesterparty Mitten im Wassertal. Wer diesen Film gesehen hat, wird noch während des Abspanns zum Telefon greifen und die nächste Party buchen!

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 60 min

"Das letzte Eisenbahnparadies"
Der Verkaufsschlager über das touristische "Phänomen" Wassertalbahn

Mittlerweile hat sich auch unter Nicht-Eisenbahn-Enthusiasten herumgesprochen, dass sich weit oben, im bergigen Nordwesten Rumäniens, eine wahre Eisenbahnsensation erhalten hat.
Zur Freude der immer zahlreicher anreisendenTouristen fahren liebevoll “Mocanita” genannte Schmalspur-Dampflokomotiven tief hinein in eines der idyllischsten Täler der Maramures.
So kann jeder Mitreisende während dieser urtümlichen Fahrt am eigenen Leib die Strapazen aber auch romantischen Momente einer Reise in die Vergangenheit zivilisatorischer Fortbewegungsformen miterleben.
Der Film spiegelt mit mitreißenden Bildern die nicht Enden wollende Faszination und Anziehungskraft dieses “letzten Eisenbahn-Paradieses” wieder. Er zeigt einerseits mit einem Augenzwinkern die von Sonstwo anreisenden Lokomotiv-Fans, und andererseits die “Hüter des Paradieses”, das engagierte Team um Michael Schneeberger und Leopold Langtaler, zeigt die schwere Arbeit der Lokomotivführer und Gleisarbeiter. Dieser Film beleuchtet erstmalig beide Seiten eines für viele Einheimische unerwartet über sie hereingebrochenen touristischen Phänomens. Die Auswirkungen sind noch nicht abzusehen, doch gilt es bereits jetzt, den alten Traum vom Einklang von Mensch und Natur zu bewahren.

EUR 18,-
DVD/VHS
Filmlänge: 55 min

English version available

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"Cozia-1"
Feiern und Trinken in Europas letzter Schmalspur-Waldbahn

Die legendäre Wassertalbahn erhält Verstärkung. "Cozia-1" - eine aus Resitza stammende Schmalspurlokomotive wird nach abenteuerlicher Zugfahrt weit oben im Wassertal geweiht.
Mit an ihrer Seite sind die Bahn- und Forstarbeiter von Viseu de Sus und Offizielle aus der ganzen Region. Das inzwischen sich aufgelöste Blasorchester "Fanfara Baia Borsa" heizt mit ihren Bläsern die Stimmung ein. Nach einer feucht-fröhlichen Weihung gerät die Rückfahrt zum rauschenden Fest auf Rädern.
Nehmen sie teil an dieser fantastischen Reise in das Tal der Täler und sehen Sie ein inzwischen historisches Filmdokument!

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 45 min

"Viflaim. These Kids Are All Right"
Das beste "Herodes-Spiel" Rumäniens geprobt und vorgetragen von
den genialen Amateuren aus Crasna

Internationales Dokumentarfilmfestival "Astra" Sibiu 2015

"Viflaim" wird ein auch unter dem Namen "Herodes-Spiel" bekannt gewordenes, christliches Weihnachtsspiel in Crasna, einem ukrainischsprachigen Bergdorf im äußersten Nordwesten der Maramures genannt. Hier versammelt sich seit mindestens einer Generation kurz vor Weihnachten eine spielfreudige Gruppe Jugendlicher, um gemeinsam das einzustudieren und zur Aufführung zu bringen, was vor ihnen so und nicht anders bereits ihre Eltern getan haben. Das Erstaunliche an dieser mitreißenden Aufführung ist und bleibt die Tatsache, dass sich die unterschiedlichsten Spielvorgänge fast wie von selbst und ohne nennenswerte Mitwirkung eines Regisseurs oder Zeremonienmeisters finden. So verzaubern die Spieler auf einer improvisierten Bühne allein durch ihre ansteckende Begeisterung und fantasievollen Kostümen Alt und Jung gleichermaßen. Der Film begleitet die unter schwierigen Bedingungen stattfindenden Proben bis hin zum großen Finale auf den Brettern, die an diesem Tag auch in Crasna die Welt bedeuten. Und das ist, wie von Filmen des Maramures-Filmarchiv gewohnt, so hautnah wie möglich mitzuerleben.

EUR 15,-
DVD
Filmlänge: 50 min

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"Poesie des Glaubens"
Rumänische Hinterglasikonen und ihre Sammler

Es sind künstlerisch kreative Mönche und 90-jährige passionierte Malerinnen, die Filmemacher Björn Reinhardt von den Zeiten erzählen, in denen Hinterglasikonen
in den Ortschaften und Städten Siebenbürgens (Transsilvanien) im Winter in an-strengender Heimarbeit hergestellt und im Frühjahr und Sommer auf den Märkten verkauft wurden. Aus einer Zeit, als in jedem Haus die kleinen gläsernen Kunstwerke hingen, um vor Krankheit und Unglück zu schützen und dem Glauben die Poesie beizugeben. Frauen wie die 87-jährige Maria Poienaru aus Laz, die noch die zerfasernden Rissvorlagen ihrer Vorfahren besitzt, und Handwerkszeuge wie Spatel, Glasplatte und harten Reibestein, mit dem z. B. aus Kupferoxid das zarte Grün und tiefes Blau aus Kobaltglas gewonnen wurde. In seinem einfühlsamen und leisen Film nähert sich Reinhardt auf geradezu zärtliche Weise dem Sujet. Durch das Vertrauen, das der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer den Protagonisten entgegenbringt, schafft er eine intime Atmosphäre des Erinnerns, die uns am einzigartigen Zauber der orthodoxen Ikonenmalerei in Hinterglastechnik teilhaben lässt.


EUR 15,-
DVD
Filmlänge: 30 min

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"Der geniale Amateur"
Nach über vierjähriger Drehzeit der komischste Film über Vasile Laza Arpad,
genannt "Gagarin"

"Dialektus Festival/European Documentary and Anthropological Film Festival", Budapest 2009
"Crossroads of Europe" Lublin 2009

Vasile Laza Arpad hat sich - wie Mihai, sein über 90jähriger Vater im Film treffend bemerkt - oft mit einem Fuß hinter der sprichwörtlichen Schwelle befunden. Doch immer wieder stolperte er hartnäckig über seinen zweiten, dem linken Fuß. Ob er nun, wie im abgeschiedenem Tal gerne erzählt wird, bei frühen Flugversuchen vom Schindeldach des Schweinestalls zu Boden ging, oder seine hoffnungsvollen Versuche, in der großen Stadt Cluj Mathematik zu studieren scheiterten, immer wieder zeigte sich, dass Vasile nicht über die berüchtigte Schwelle gelangen würde.
Doch Vasile ist darüber nicht verzweifelt, ganz im Gegenteil, denn er hat sich, als skurriler Grenzgänger, eine großartige Nische geschaffen: Die Fotografie. Hier hat er, von Allen unbemerkt und belächelt, etwas Einmaliges, ja Unvergängliches geschaffen. Gleich zu Beginn des Films überreicht mir Vasile eine mit hunderten Negativrollen gefüllte Plastiktüte, die Ausbeute seiner 30jährigen Fotografiererei. Ironischerweise ist Vasile selbst nicht bewusst, was für einen Schatz er da aus den Händen gab. In den darauf folgenden 5 Jahren hatte ich das Glück, ihn und seine traumhaften Eltern filmen zu können. Auch Vasile verbrauchte in dieser Zeit mehrere Filmkameras, aber so konnte ich, wie sich herausstellte, hautnah einen “genialen Amateur” beobachten. Es geschah, was angesichts des hohen Alters seiner Eltern geschehen musste. Zuerst verstarb seine über alles geliebte Mutter, und, etwas später, sein 96jähriger Vater. Vasile selbst ist auch schon betagt, und da er nie eine passende Frau finden konnte, wäre er am Ende doch noch mit beiden Füssen in einem Heim gelandet. Aber Mihai, sein kluger Vater, hatte, wie Sie im Film bewundern werden, auch das für ihn bedacht.

EUR 15,-
DVD
Filmlänge: 45 min

English version available

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"Schafes Bruder"
Fröhliches Hirtenjahr oder auch nur ein Knochenjob?

2009 Video and Multimedia Festival at the Philadelphia Marriott Downtown in Philadelphia, USA

Petre, der "Gute Hirte" behauptet, er “hätte es im Blut”. Sein Vater und auch sein Großvater waren bereits Hirten gewesen. Nach dem Ende des Kommunismus erinnerte er sich seiner Wurzeln, und betreibt nun schon im zehnten Jahr erfolgreich eine Sennerei im Weintal. Jedes Frühjahr vertrauen ihm die Bewohner der Umgebung ihre Schafe an. Doch es wird immer schwerer für Petre, motivierte Hirten zu finden. Dabei bezahlt er gut, sorgt eigenhändig für typische Hirtenkost und heitere Stimmung. Petre ist eine wahre Erscheinung und in der ganzen Gegend beliebt. Obwohl unverheiratet, steht er voll im Leben. Der Film zeigt die Härten und Reize des Hirtenlebens und die damit einhergehenden Arbeiten. Immer betörend mitanzusehen sind stimmungsvolle Naturaufnahmen der ziehenden Herde. Doch genauso faszinierend sind das allabendliche Melken, die urige Käsebereitung und, absolut stilvoll, das Kochen einer dampfenden Mamaliga mit Käse über dem “Lebensfeuer”.

EUR 15,-
DVD
Filmlänge: 52 min

English version available

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"Irgendwie und Irgendwo"
Leben und Überleben von Roma an den Flüssen

Wie und wo läßt es sich in der Maramures am Besten leben?
Für viele Protagonisten des Films stellt sich diese Frage oft schon nach dem Überleben, insbesondere für die schutzlos vor dem Damm lebenden Romafamilien. In der Maramures am Fluss zu leben bedeutet immer noch, auch vom Fluss leben zu können.Dort gibt es so genannte Wirbeltöpfe, mit denen Frauen ihre Schafwolldecken waschen, Wassermühlen, wo seit ewigen Zeiten gut durchdachte Maschinen nur von Wasserkraft betrieben werden. Nicht gerade weniger urig sind die Schnapsbrennereien, in denen ohne kühlendes Flusswasser kein Tropfen Obstschnaps gebrannt werden könnte. Auch die Roma leben vom Fluss, und schaufeln notgedrungen ihre Kutschen mit Treibsand voll. Der Film zeigt mit einprägsamen Bildern, dass jeder auf seine Art eine bestimmte Beziehung zum Fluss entwickelt hat, die sein Leben unverwechselbar macht.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 75 min

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"Bauern, Bohnen und Fürst Bogdan"
Der Bauer ist tot. Es lebe der Bauer!

Über 15 Jahre nach der rumänischen Revolution versucht eine verschwindend kleine Ethnie von 3000 maroscher Bauern am oberen Lauf der Iza den Lauf der Geschichte zu verlangsamen.
Ihr charismatischer Pfarrer kennt seine Gemeinde seit über 35 Jahren, und zieht in diesem Film eine erstaunliche wie hoffnungsvoll stimmende Bilanz: Seine Bauern, wie sie in dieser im Film zu erlebenen, urigen Lebensweise wohl ke zweites Mal anzutreffen sein werden, versuchen mutig, sich mit den auch über sie hereingebrochenen Veränderungen zu arrangieren. Dabei spielt es keine Rolle, dass sie sich auf vielen Holzwegen befinden. Auch wenn der Neid unter ihnen sitzt, und jeder versucht, so gut wie möglich alleine klarzukommen, auch wenn ein bombastisches Reiterdenkmal die alte Dinosaurierskulptur zu verdrängen angetreten ist, und auch wenn die Bohne weiterhin die einzige Alternative zur Kartoffel bleiben wird.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 85 min

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"Vom Sieg des Lebens"
Der orthodoxe Osterkult in den Tälern der Maramures

Die wochenlangen Vorbereitungen vor dem orthodoxen Osterfest beweisen, weshalb Ostern in der Maramures immer noch als ein “Sieg des Lebens über den Tod” gefeiert wird. Schon mit der Geburt der Lämmer im Februar wird diesbezüglich ein klares und lebensbejahendes Zeichen eingeläutet Der Film zeigt angesichts des fortschreitenden Frühlings sinnbildlich, dass es gerade die armen Bauern der Maramures sind, die es Kraft ihrer Schlichtheit verstehen, sich seelisch und moralisch auf eine klare Zäsur im ewigen Kreislauf der Religiösität und wechselvollen Jahreszeiten vorzubereiten. Denn hinter all den, mit eindrucksvollen Bildern und durchweg ergreifenden Menschen eingefangenen kulinarischen Aktivitäten stehen immer auch religiöse Hintergründe. Und noch etwas wird einmal mehr deutlich: Trotz oder gerade wegen ihrer aufrichtigen Gemüter tritt dem aufmerksamen Beobachter in hohem Grad Menschlichkeit und Wärme entgegen.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 85 min

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"Carmina Burana"
Fesselnde Doku-Oper mit hinreißenden Filmaufnahmen

Die Kantate “Carmina Burana” von Carl Orff hat schon unzählige szenische Aufführungen erlebt. Doch als Inspiration für einen Dokumentarfilm dürfte sie noch nicht gedient haben. Das über weite Strecken noch “mittelalterliche” Leben in der Maramures ist für eine dokumentarische Inszenierung dieser Lieder und Tänze wie geschaffen.Und noch etwas wird angesichts dieser suggestiv komponierten Bilder deutlich: Die Vitalität der Menschen in der Maramures, ihre Ursprünglichkeit und unverwechselbare Echtheit, ihr unbedingter Wille zur künstlerischen Ausdrucksweise und die darin sich auslebende, gestaltende Kraft. Hier sind viele Menschen noch wahrhaft volkstümlich geblieben. Und das trotz der sie in letzter Zeit dezimierenden Auswanderungen nach Westeuropa oder anderswohin.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 45 min

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"Glück auf!"
Ein Blick hinunter und kein Blick hinauf?

Sind die Bergarbeiter der Maramures schon gottverlassene Menschen?
Äußerlich betrachtet ganz sicher! Arbeits- und Hoffnungslosigkeit mussten die Menschen in die Verzweiflung treiben. Obdachlose, Alkoholiker und sozial Gestrandete sind in Baia Borsa längst keine Randfiguren mehr. Die Mine, der einzige Arbeitgeber, steht schon seit Jahren vor dem Ruin. Ein paar hundert Kumpel schuften zwar noch für einen Hungerlohn, doch viele sind längst nach Westen weitergezogen.
Der Film zeigt die häßlichen Auswirkungen jener kommunistischen “Ökonomie” und stellt mit Erstaunen fest, dass sich die Opfer genau nach dieser Zeit zurücksehnen. Der Film ist besonders dann ergreifend, wenn er trotz apokalyptischer Stimmung kümmerliches Leben wachsen sieht.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 66 min

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"Trilogie des Trinkens"
Über den Unsinns des Trinkens

Würde es das Elfte Gebot “Du sollst nicht Trinken” geben, und in den Kirchen der Maramures gepredigt werden, dann würden sicher weniger Maroscher Christen Sonntags in die Kirchen strömen. Doch Trinken bedeutet in der Maramures immer auch Geselligkeit, und manchmal ist das Zuprosten auch ein hoffnungsvoller Neubeginn. Die in der Trilogie eingesetzte kompromisslose Kamera und der nicht weniger kantige Schnitt sind die vielleicht einzigen Mittel, sich ohne Selbstbetrug der tragischen Realität des Alkoholismus zu nähern. Der Film will und kann keinen Zeigefinger erheben, denn die dargestellten Bauern sind alles andere als “die letzten Menschen”, wie ein Betroffener im Film behauptet. Viel mehr sind es urige Gestalten, deren Herzen leider nur allzu oft im Alkohol schwimmen ...

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 90 min

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"Die Vision"
Orthodoxer Glauben auf dem Prüfstand

Die Vision ist weit mehr als nur das filmische Portait des bekannten orthodoxen Pfarrers Vasile Lutai.
Da er von vielen ehrfurchtsvoll als Exorzist bezeichnet wird, zuweilen auch abwertend als Geschäftsmann, hatte ich anfangs aus Interesse über ein Jahr lang Vasile Lutai in unterschiedlichen Situation beobachtet. Vasile Lutai ist kein gewöhnlicher Pfarrer, denn er ist von einer Vision getrieben, die Vision von einem Klosterbau. In diesem Bauwerk sollen sich seine religiösen und sozialen Ideale in Aufsehen erregender Weise vereinigen.
Der Film zeigt, dass ein Leben ohne Vision ein leeres Leben bleiben muss.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 80 min

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"Die 400 Gäste Hochzeit"
Der schönste Tag im Leben und ein alle überraschendes Ende

Hochzeiten dieses Ausmasses werden immer seltener.
Die Kosten sind imens und es bleibt dabei ungewiß, ob sie wieder eingespielt werden können.
Müller Mecles aus Sacel wagt das Risiko für seine Tochter - und gewinnt.
Der Film begleitet die einwöchigen Vorbereitungen und alle Höhepunkte des "Festes aller Feste".
In der Maramures gilt eine Hochzeit als der wichtigste Tag im Leben. Und wenn es so, wie bei dieser dokumentierten Hochzeit der Fall, auch der schönste Tag für lange sein wird, dann werden vierhundert Liter Pflaumenschnaps, 2000 Liter Bier und über viertausend Krautwickel nicht nur als regionaler Rekord in den Dorfanalen zu vermerken sein. Genießen sie die Suggestion dieser Bilder, berauschen sie sich an der maroscher Kunst, Feste zu feiern und hoffen sie, eines Tages mit an ihren Tafeln sitzen zu können ...

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 45 min

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"Reingelegt"
Was suchen eigentlich alle in Obcina?

Reingelegt ist, das kann hier schon verraten werden, ein filmischer Fake.
Eine buntgemischte Touristengruppe wird von einem Bergführer zu einem weitestgehend unbekannt gebliebenem, ruthenischem Bergdorf geführt. Was die ahnungslosen Touristen nicht wissen: Das Dorf ist in den Händen eines Abzockers, der mit der Armut und dem Elend der Bewohner seinen Schnitt macht.
Aber ... auch das stimmt nur zum Teil!

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 30 min

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"Verlacht, vergraben und vergessen"
Dritter Teil der "Maramures-Trilogie"
Eine Tote Frau und eine heiße Spur zum Nachbarn...

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Maramures Trilogie steht der mysteriöse Tod der Ileana Iuscu.
Die kleine Oma, die keine "echte" Weintalerin war, wurde schnell und ohne Anteilnahme fast wie eine Aussätzige vergraben. Dabei war allen schon während der Zeremonie klar geworden, dass es sich im besten Fall nur um einen traurigen Unfall handeln konnte. Der Film ist eine Spurensuche, eine Suche nach den Ursachen dieses Todes, aber noch mehr eine Analyse der Menschlichkeit in den Bergen der Maramures.
Gespräche von erschütternder Intimität stehen neben glaskaren, reinen und ergreifend schönen Naturaufnahmen.
Es sind jene selten gewordenen Seelenlandschaften eingefangen, die den Betrachter augenblicklich zu fesseln verstehen.
Der Film ist wie eine Droge, die keinen unberührt lassen wird.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 100 min

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"Gagarin"
Zweiter Teil der "Maramures-Trilogie"
Der genialste "Kosmonaut" der Maramures

Für den 63jährigen Laza Vasile Arpad haben die Bewohner des Weintals (Valea Vinului) den Spitznamen "Gagarin" gefunden. Es heißt, er wäre als kleiner Junge vom Schweinestall gesprungen, um Fliegen zu können. Sicher ist, dass Vasile seit Jahrzehnten keine Frau für´s Leben finden konnte.
Dabei sind seine Voraussetzungen nicht die Schlechtesten im Tal: Vasile ist ein kluger Bibelkenner, hat ein solides Elternhaus mit reichlich Landbesitz, kann ein ausgezeichnetes Abiturzeugnis vorweisen, und hat seit drei Jahren als einzigster Weintaler eine Videoausrüstung! Aber Vasile ist auch der am besten behütete Familienschatz des Tals.
Der Film ist nach den Zehn Geboten strukturiert, und zu jedem Gebot gibt es eine interpretierbare Geschichte mit Gagarin. Immer gegenwärtig: Sein 92jähriger Vater!

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 100 min

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"TalWein"
Erster Teil der "Maramures-Trilogie"
Das Weintal, die "Mutter aller Täler"

Maria Simon, eine über siebzigjährige Frau aus dem Weintal (Valea Vinului) stellt im ersten Teil meiner Maramures-Trilogie Bewohner ihres Tals vor.
Interessante und oftmals skurile Menschen sprechen über ihr Leben und über das, was davon noch übriggeblieben ist. Der 61jährige Videoamateur Vasile und sein 92jähriger Vater Mihai begeistern dabei ebenso, wie Ileana und Andrei versuchen müssen, mit ihrem einsamen Leben fertig zu werden. Gheorghe träumt von seinem Klosterbau während Ion weiter mehr schlecht als recht auf seiner selbstgebauten Trembita spielt.

EUR 15,-
DVD/VHS
Filmlänge: 90 min

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